Wirtschaftsnobelpreis 2009 für Elinor Ostrom

Mit der Verleihung des Wirtschaftsnobelpreises 2009 an die US-amerikanische Theoretikerin Elinor Ostrom ehrt das Nobelpreiskomitee eine der bedeutendsten ForscherInnen der Gemeingüter-Ökonomie.

Mit ihren Arbeiten gehört Ostrom zu einer der wesentlichen ForscherInnen zum Sozialkapital, die auch die deutsche Forschung zu diesem Thema maßgeblich beeinflusst hat.

International bekannt wurde Ostrom u.a. mit ihrem Buch "Governing the Commons: The Evolution of Institutions for Collective Action" (1990), in dem sie sich mit Problemen kollektiven Handelns bei knappen natürlichen Ressourcen, die gemeinschaftlich genutzt werden, beschäftigt. Sie kam zu dem Ergebnis, dass für eine nachhaltige Bewirtschaftung von Gemeingütern diese nicht einfach gemanagt, sondern u.a. besser durch eine institutionalisierte Kooperation der Betroffenen reguliert werden können.

Als Expertin für Soziales Kapital wurde Ostrom 2001 von der Enquete-Kommission zur "Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements" zu einem internationalen ExpertInnen-Workshop eingeladen und hat mit ihrer Expertise die Bedeutung der Aktivitäten von Unternehmen im Gemeinwesen für die Gestaltung ihres sozialen Umfelds und die Leistungsfähigkeit gesellschaftlicher Selbstregulierung aufzeigen und die Arbeit der Enquete-Kommission sicher maßgeblich befruchten können.

Elinor Ostrom ist Professorin für Politikwissenschaft an der Indiana University Bloomington. Neben Ostrom erhält auch der amerikanische Konfliktforscher Oliver E. Williamson den Wirtschaftsnobelpreis 2009.




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