Länderspiegel Bürgerstiftungen 2009: Bürgerstiftungen weiterhin auf Wachstumskurs

Bundesweit engagieren sich aktuell 257 Bürgerstiftungen für soziale, kulturelle oder andere gemeinnützige Anliegen in ihrer Stadt, Gemeinde oder Region. Damit belegt Deutschland im internationalen Vergleich Platz 2 hinter den USA, dem Entstehungsland der Community Foundations.

Zu diesen Ergebnissen kommt der "Länderspiegel Bürgerstiftungen. Fakten und Trends 2009", den die Aktive Bürgerschaft im vierten Jahr in Folge zum bundesweiten "Tag der Bürgerstiftungen" am 1. Oktober vorlegt. In den vergangenen vier Jahren hat sich mehr als die Hälfte aller Bürgerstiftungen gegründet. Die meisten Bürgerstiftungen gibt es in Nordrhein-Westfalen (71), gefolgt von Baden-Württemberg (62), Niedersachsen (43) und Bayern (28).

Das Vermögen der deutschen Bürgerstiftungen erhöhte sich im Jahr 2008 von 108,4 Mio. Euro auf insgesamt 132,4 Mio. Euro. Trotz der Finanzkrise konnten die Bürgerstiftungen ihr Vermögen im letzten Jahr um durchschnittlich 20% steigern.

"Die Bürgerstiftungen wachsen solide und nachhaltig", bewertet Dr. Stefan Nährlich, Geschäftsführer Aktive Bürgerschaft, die Entwicklung. "Darüber hinaus zeigt sich: Bürgerstiftungen haben sich als ein Stiftungsmodell für private und privatwirtschaftliche Stifter und Spender etabliert."

20 Jahre nach dem Mauerfall haben in beiden Teilen Deutschlands ca. 40% der Bevölkerung potentiell Zugang zu Bürgerstiftungen, sei es als Stifter, Spender, Ehrenamtliche oder Projektantragsteller. In Ostdeutschland existieren bislang deutlich weniger Bürgerstiftungen als in Westdeutschland (Ost: 22, West: 235), jedoch leben in den ostdeutschen Bundesländern nur 20% der gesamtdeutschen Bevölkerung.

Mit dem "Länderspiegel Bürgerstiftungen. Fakten und Trends 2009" dokumentiert die Aktive Bürgerschaft die Entwicklung von Bürgerstiftungen in Deutschland. An der Datenerhebung 2009 beteiligten sich 90% aller Bürgerstiftungen.




Die Servicestelle Soziale Kooperation
wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.