Weiteres zum Thema:

Studie: Topmanagement in gesellschaftlicher Verantwortung?!

Gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen wird nicht nur von Zivilgesellschaft, Politik und anderen Stakeholdern diskutiert. Die Frage nach einer gesellschaftlichen Rolle und Verantwortung der Wirtschaft ist in den Vorstandsetagen der Unternehmen in Deutschland angekommen.

Das ist eines der Hauptergebnisse der Studie "Topmanagement in gesellschaftlicher Verantwortung – Wie Wirtschaftsführer gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen", die das CCCD – Centrum für Corporate Citizenship Deutschland vorgelegt hat.

Die einfache Formel des "the business of business is business" (Milton Friedman) sei, so die Autoren der Studie, nicht länger leitend. Vielmehr gelte: "Wir haben neben der Aufgabe, das reine Business zu machen, eine Gemeinschaftsaufgabe", wie es einer der befragten Unternehmensvorstände formulierte.

Ergebnisse der Studie:

  • Die Umwelt für Unternehmen hat sich derart verändert, dass gesellschaftliche Fragen und Herausforderungen wie z.B. die Qualität des Bildungssystems, der demographische Wandel und Armutsbekämpfung in den engeren Wahrnehmungs- und Verantwortungsbereich der Unternehmen gerückt sind.
  • Die meisten CEOs nehmen für sich und ihre Unternehmen in Anspruch, "Teil der Gesellschaft" zu sein, der auch Verantwortung für das Ganze trägt. Dabei erwarten sie – um dieser Verantwortung auch gerecht werden zu können – größtmögliche Freiräume, keine Bevormundung sowie eine stärkere Anerkennung ihres gesellschaftlichen Beitrags von Staat, Medien und den Bürgern.
  • Einigkeit herrscht darin, dass gesellschaftliches Engagement von Unternehmen ein Feld sei, in dem staatliche Reglementierungen und Vorgaben zu unterbleiben hätten. Eine wiederholt geäußerte Befürchtung lautet, als "Lückenbüßer" für den Sozialstaat, insbesondere bei den Defiziten des Bildungssystems, herhalten zu müssen.

Im Rahmen der Untersuchung wurden 15 Unternehmensvorstände zu ihrer Auffassung von der gesellschaftlichen Rolle und Verantwortung der Wirtschaft, Corporate Citizenship in ihrem Unternehmen und ihrem Verhältnis zur Bürgergesellschaft befragt.




Die Servicestelle Soziale Kooperation
wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.