Kulturbotschafter sind Bundessieger beim Integrationswettbewerb 2009

Das Centrum Bürgerschaftliches Engagement (CBE) in Mülheim wurde gestern beim bundesweiten Integrationswettbewerb der Stiftung Bürger für Bürger für das Projekt "Jugendliche mit Migrationshintergrund als KulturbotschafterInnen im Ruhrgebiet" mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

30 Jugendliche – überwiegend mit Migrationshintergrund – stellen anderen Jugendlichen und Zugewanderten Kultureinrichtungen ihrer Stadt ehrenamtlich vor. Ziele sind dabei vor allem, andere Jugendliche für Kultur zu interessieren, die Integration zu erhöhen und selbst intensive Einblicke hinter die Kulissen zu gewinnen und die eigene Kommunikationsfähigkeit zu verbessern.

Die KulturbotschafterInnen entdecken das kulturelle Angebot in ihrer Stadt, sammeln Informationen über ausgewählte Kulturstätten, entwerfen Präsentationsformen für ausgewählte Kulturstätten und stellen sie anderen Jugendlichen vor. Dabei erhalten sie Unterstützung von Ehrenamtlichen, Unternehmen und Institutionen. In Mülheim beraten sie außerdem z.B. die Stadtbücherei beim Ankauf von Medien für Jugendliche und planen ein klassisches Musikprojekt für Schulen.

Als KulturbotschafterInnen bietet sich den Jugendlichen die Möglichkeit, interessante Leute kennenzulernen, ein Blick hinter die Kulissen zu werfen, Kontakte zur Kreativwirtschaft, Einblicke in Berufsfelder, verbesserte Bewerbungschancen sowie Anerkennung durch Zertifikate.

Das Kriminalpädagogische Konfliktmanager-Projekt "Rückenwind" des Deutschen Roten Kreuzes Kreisverband Kehl belegte den zweiten Platz des Integrationswettbewerbs, der im Roten Rathaus in Berlin verliehen wurde. Dritter wurde der St. Johannis Jugendmigrationsdienst aus Dessau-Roßlau. Die Auszeichnung der Preisträger erfolgt durch Geldpreise im Gesamtwert von 7.000 Euro.

"KulturbotschafterInnen" ist ein Gemeinschaftsprojekt des Netzwerks Ruhrgebiet für bürgerschaftliches Engagement, dessen Servicestelle beim CBE angesiedelt ist und wird in den drei Städten Mülheim an der Ruhr, Essen und Oberhausen durchgeführt.




Die Servicestelle Soziale Kooperation
wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.