Kölner Bürger würdigen Unternehmensengagement

Zum ersten Mal wurde am gestrigen Abend im Kölner Rathaus der Bürgerpreis für gesellschaftlich engagierte Unternehmen vergeben. Die über 37.000 Teilnehmer der Onlineabstimmung hatten es bis zuletzt spannend gemacht.

Oberbürgermeister Fritz Schramma und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Herbert Ferger unterstrichen beide die wichtige Bedeutung des Engagements von Unternehmen als Beitrag für die Stadtgesellschaft. Ferger betonte in seiner Eröffnungsrede, dass es in einer Zeit, in der viel von Heuschrecken und unseriösen Spekulanten die Rede ist, es besonders erfreue, dass Kölner Unternehmen sich zum sozialen Engagement verpflichtet fühlen.

In der Zeit vom 15. Oktober bis zum 15. November 2008 konnten Kölner Bürgerinnen und Bürger erstmalig per Online-Votum den Träger des Bürgerpreises beim Wettbewerb "Unternehmen - engagiert in Köln“ auswählen. Zur Wahl standen 23 Unternehmen, die eins gemeinsam haben: Sie engagieren sich mit Know-how und Zeit, mit Geld- oder Sachspenden für das Kölner Gemeinwesen. Am Ende gab es zwei Sieger.

Die Interseroh Dienstleistungs GmbH überzeugte die 37.000 "Juroren" mit der langjährigen und unbefristeten Patenschaft für ein Kölner Kinderheim. Interseroh überholt die im Unternehmen nicht mehr einsetzbare Hardware wie Rechner, Drucker und Flachbildschirme und stellt sie dem Kinderheim zur Verfügung, hat bei vier Kölner FreiwilligenTagen unter anderem Kinderfahrräder repariert, Seifenkisten gebaut, Teiche, Beete, Grillplätze und Sandkästen angelegt, bereits mehrfach mit allen interessierten Kindern das Phantasialand besucht und verschiedenen Feste unterstützt. Möbel aus Besucherecken, die bei Interseroh im Lager stehen, werden dem Heim überlassen. Seit dem letzten Jahr sammeln Interseroh-Mitarbeiter zudem Bücher, Spielzeuge, Hörspiel- und Videokassetten oder Kinderfahrräder für das Kinderheim. Dabei beteiligen sich auch Mitarbeiter anderer Interseroh-Unternehmen am Standort Köln wie die Interseroh Rohstoffe GmbH oder die Interseroh Holzhandel GmbH. Darüber hinaus werden Vortragshonorare auf einem Konto für die Einrichtung gesammelt und Mitarbeiter spenden den Gegenwert des Firmengeschenkes zu ihrem Geburtstag.

Das Kölner Dozententeam um Ursula Wolters kümmert sich vor allem um Jugendliche, deren Bildungsbiografie nicht ganz ohne Makel ist. Mit Einzelgespräche und -coachings werden die Jugendlichen bei ihren Vorbereitungen auf die Anforderungen des modernen Berufslebens vorbereitet. Über die eigentliche Bewerbung hinaus wird den Jugendlichen aber auch konkrete Hilfe bei der Bewältigung von Problemen und Konflikten zuteil.

Gewinner des zum dritten Mal vergebenen Jurypreises ist das Unternehmen Lauterbach und Söhne. Deren Auszubildende haben auf Anregung aus der Nachbarschaft die Patenschaft über den historischen Teil des Vorgebirgsparks übernommen. Dort pflegen sie die Grünanlagen, pflanzen neue Blumenbeete und halten die Teiche sauber.

Vergeben wurden die Preise vom Kölner Netzwerk Bürgerengagement - einer Zusammenarbeit der Kölner Freiwilligenagentur, der Stadt Köln und der örtlichen Industrie- und Handelskammer.




Die Servicestelle Soziale Kooperation
wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.