Marktplatz-Konzept breitet sich aus

München, Stuttgart, Potsdam, Ludwigsfelde - in immer mehr Kommunen werden Marktplatz-Veranstaltungen nach niederländischem Vorbild vorbereitet. Engagement-Marktplätze sind lokale Veranstaltungen, bei denen einmal im Jahr für 2 Stunden an einem Nachmittag in einer dynamischen und informellen Atmosphäre Unternehmen und gemeinnützige Einrichtungen zusammen kommen und direkt gemeinsame Aktivitäten zur Verbesserung und Belebung ihres Gemeinwesens vereinbaren.

Was auf dem Marktplatz nicht gehandelt wird, ist Geld. Vielmehr werden Zeit, Wissen und Know-how, Material, Produkte, Leistungen, Logistik, Gelegenheiten, Kontakte, Zugänge zu Netzwerken und Kreativität für die Entwicklung des gemeinsamen Umfeldes aktiviert und damit gezeigt, dass es bei sozialen Kooperationen um mehr gehen kann, als um Geldspenden und Sponsoring. Auf dem Marktplatz kommt das Engagement für ein besseres Zusammenleben in der Kommune zusammen, Angebot und Nachfrage finden zueinander, konkrete Vorhaben werden "gematcht".

In den Niederlanden wurden seit 2001 bereits über 30 kommunale Engagement-Marktplätze durchgeführt, in vielen Kommunen gehört der "Boersvloer" seit dem fest in den lokalen Veranstaltungskalender. In Deutschland kommt der Impuls für die Organisation solcher Marktplätze von der Bertelsmann Stiftung, die 2006 in Jena, Frankfurt und Kassel Pilotprojekte durchgeführt hat und einen Praxis-Leitfaden zur Methode veröffentlichen wird. Beim Marktplatz in Brandenburg an der Havel wurden unter dem Motto "Gewinn für alle!" bspw. 75 konkrete Kooperationen im Wert von über 50.000 Euro vereinbart.




Die Servicestelle Soziale Kooperation
wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.