Unterausschuss "Bürgerschaftliches Engagement" des Bundestages mit Sitzung zu CSR

In einer öffentlichen Sitzung befasste sich der Unterausschuss "Bürgerschaftliches Engagement" des Deutschen Bundestages am 31. Januar mit der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen. Der Vorsitzende des Unterausschusses Michael Bürsch betonte, es gehe nicht um eine neue Wohltätigkeit und auch nicht um ergänzende Unterstützung von gemeinnützigen Organisationen mit Geld. Soziale Verantwortung von Unternehmen drücke sich nicht nur in einem fürsorglichen Umgang mit Mitarbeitern aus, sondern in einem umfassenden Aufgaben- und Verantwortungsverständnis. Gesellschaftliche Stabilität und Solidarität seien Grundbedingungen gemeinsamen Wirtschaftens. Investitionen in das „Sozialkapital“ einer Gesellschaft seien daher im Interesse aller Marktakteure. Als Experten stellten Vertreterinnen und Vertreter von AMD, Arcelor Eisenhüttenstadt, betapharm und E.ON das Engagement ihrer Unternehmen vor.

Christine Pehl, CSR Referentin der betapharm Arzneimittel GmbH, berichtete wie betapharm als mittelständisches Pharamunternehmen seine gesellschaftliche Verantwortung in allen Unternehmensbereichen strategisch verankert hat - zum Nutzen der Patienten, der Fachkräfte im Gesundheitswesen sowie des Unternehmens.

Wie man als Unternehmen ein funktionierendes Gemeinwesen am Standort und in der Region fördern sowie mitgestalten kann, stellte Rainer Barcikowski, Arbeitsdirektor Arcelor Eisenhüttenstadt GmbH, vor. Das Unternehmen unterstützt verschiedene gesellschaftspolitische und soziale Anliegen, die als so genannte „weiche Standortfaktoren“ wiederum Einfluss auf die wirtschaftliche Situation haben.

Der Unterausschuss "Bürgerschaftliches Engagement" wurde am 8. Februar 2006 durch den Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für die Dauer der 16. Wahlperiode eingesetzt. Die dreizehn Mitglieder des Unterausschusses sollen sich mit der Umsetzung der Beschlüsse der Enquete-Kommission "Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements", mit laufenden Gesetzesvorhaben und Initiativen befassen, die bürgerschaftliches Engagement betreffen sowie den Dialog mit der Bürgergesellschaft pflegen.




Die Servicestelle Soziale Kooperation
wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.