Bundespräsident Köhler betont Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements von Unternehmen

Bundespräsident Horst Köhler hat die Bürger ermutigt, sich noch stärker für die Gemeinschaft zu engagieren. Zum Auftakt der Woche des bürgerschaftlichen Engagements am 15. September würdigte das Staatsoberhaupt in Berlin, dass sich schon jetzt Millionen Menschen auf vielfältige und kreative Weise freiwillig für andere Menschen einsetzen. Es gebe kaum einen Bereich der Gesellschaft, der nicht durch die Arbeit von freiwillig Engagierten mitgeprägt werde.

"Ohne Engagement würden viele Bereiche unseres Gemeinwesens gar nicht funktionieren", sagte Köhler. "Das bedeutet allerdings nicht" so Köhler weiter, "dass engagierte Bürgerinnen und Bürger die Lückenbüßer für einen Staat werden sollen, der an seine finanziellen Grenzen stößt. Die Bürgergesellschaft ist kein Reparaturbetrieb für den Staat, sondern sie gibt ein Beispiel für eine neue Balance zwischen staatlichem und bürgerschaftlichem Handeln. ... Bürgerschaftliches Engagement erbringt konkrete Dienstleistungen und verbessert so die Lebensqualität in unserem Land. Außerdem trägt es dazu bei, dass Menschen sich mit unserer Gesellschaft identifizieren. Sie machen die Erfahrung, gebraucht zu werden. Sie erleben, wie durch gemeinsamen Einsatz etwas gelingt, was sie als Einzelne vielleicht nicht erreicht hätten. Sie finden Mitstreiter und Freunde. Das tut jedem gut, und es ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und übrigens auch für die Integration von Zuwanderern."

An die Wirtschaft gerichtet ermutigte er die Unternehmen, bei ihrer Einstellungspolitik Engagement zu berücksichtigen: "Ich glaube deshalb, dass Arbeitgeber in Vorstellungsgesprächen gut daran tun, sich auch nach etwaigen Ehrenämtern zu erkundigen und ein entsprechendes Engagement positiv zu berücksichtigen. Viele Unternehmen haben das erkannt und verstehen sich auch darin als Teil unserer Bürgergesellschaft: Sie unterstützen die Aktivitäten von örtlichen Vereinen, übernehmen Patenschaften für Schulen oder stellen Mitarbeiter für ein ehrenamtliches Engagement frei. Oft sind es gerade die kleinen Firmen, die auf diese Weise das soziale Klima in ihrem Umfeld positiv beeinflussen."

Die Woche des Bürgerschaftlichen Engagements wird vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) veranstaltet. UPJ ist aktives Mitglied des BBE.




Die Servicestelle Soziale Kooperation
wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.