Informelles Lernen

Kooperationsprojekte, in denen sich ehrenamtliche Mitarbeiter/innen mit Unterstützung ihrer Unternehmen in sozialen Organisationen engagieren, nehmen mehr und mehr zu. Dabei wird immer auch eine direkte face-to-face-Beziehung von Unternehmensmitarbeiter/innen und Adressaten hergestellt und Lernen außerhalb formalisierter Bildungsinstitutionen und -kontexte gefördert, weil sich Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten begegnen. Beispiele sind Mentoringprojekte in der Jugendberufshilfe, ehrenamtliche Teameinsätze auf Abenteuerspielplätzen in benachteiligten Stadtteilen, 1wöchige Führungskräftetrainings in sozialen Organisationen oder auch Praxislern-Projekte mit Schulklassen. In der Regel unbeabsichtigt und eher nebenbei werden dabei auch bspw. soziale, interkulturelle und allgemeine Handlungskompetenzen der Adressaten gestärkt, der "Möglichkeitsraum" dessen, was bspw. involvierte Jugendliche für sich erreichen wollen, erweitert und neue Lernmotivationen geweckt. Daneben können Unternehmen z.B. bei Praktika, Unterrichtsprojekten oder beim Sozialen Tag auch selbst Orte formellen und informellen Lernens sein, was für Kinder und Jugendliche ebenfalls Zugänge zu neuen persönlichen Beziehungen und sozialen Netzwerken im Umfeld eröffnen kann.

Weitere Beispiele und eine Systematisierung der verschiedenen Möglichkeiten, wie Unternehmen zum Lernen und Kompetenzerwerb junger Menschen in informellen Kontexten beitragen können, finden Sie in einem speziellen Arbeitspapier (siehe Kasten).

Wenn gemeinnützige Organisationen Kompetenzen und Ressourcen von bürgerschaftlich engagierten Unternehmen in ihre Arbeit einbinden wollen, um informelle Lernprozesse ihrer Adressaten zu unterstützen, ist es hilfreich zu wissen, welche Formen und Instrumente in Unternehmen dabei eingesetzt werden. Die folgenden Arbeitspapiere systematisieren das bürgerschaftliche Engagement von Mitarbeiter/innen eines Unternehmens (Corporate Volunteering) sowie die unterschiedlichen Formen der Kooperation von Unternehmen mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen.


Arbeitspapier: Das bürgerschaftliche Engagement von Unternehmens-Mitarbeiter/innen motivieren

Das Arbeitspapier beschreibt anhand exemplarischer Praxisbeispiele, wie Unternehmen speziell das bürgerschaftliche Engagement ihrer Mitarbeiter/innen unterstützen bzw. dies initiieren können. Zudem wird im letzten Abschnitt darauf eingegangen, wie Engagementförderung und Personalentwicklung miteinander verbunden werden können.

Arbeitspapier: Engagement von Unternehmen im Bereich Bildung

Das Arbeitspapier gibt zunächst einen Überblick über zentrale Akteure im Bereich Wirtschaft & Bildung und beschreibt dann anhand zahlreicher Praxisbeispiele einzelne Handlungsfelder, die zeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten für Unternehmen sind, sich mit konkreten Projekten und Programmen im Bildungsbereich zu engagieren.



Die Servicestelle Soziale Kooperation
wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.